#viruszähmen

Wölfe und Schakale – warum nicht auch Viren? von Prof. Maximilian Moser

Aus wilden Wölfen und Schakalen wurden Hunde, aus Wildkatzen Hauskatzen. Im Laufe seiner Kulturgeschichte hat der Mensch viele Tiere gezähmt. Warum sollte es nicht auch möglich sein, Viren zu zähmen?
Ist die Impfung und die Wiederimpfung und der Booster-Shot usw. wirklich die einzige, die allereinzigste Lösung des Covid-Problems? Was sagt der gesunde Menschenverstand: Wahrscheinlich nicht!

Bevor wir nun von Lockdown zu Lockdown und von Booster-Shot zu Booster-Shot torkeln: Werden wir selbst aktiv! Zähmen wir die Viren! #viruszähmen

Mikroorganismen sind größtenteils nützlich, sogar gegen Covid 19

Der Mensch hat ein sehr komplexes Immunsystem, das ihn über viele Jahrtausende und Jahrmillionen hinweg vor Infektionen geschützt hat. Mikroorganismen sind Teil unserer Lebenswirklichkeit und größtenteils nützlich – sie arbeiten mit unserem Immunsystem zusammen! Die meisten Mikroorganismen, mit denen wir in Kontakt kamen, haben sich in unseren Körper eingefügt und sind wertvolle Teile unseres Verdauungsapparates, unserer Haut- und Schleimhautflora geworden und helfen mit, Nahrung aufzuschließen, Stoffe wie zum Beispiel Vitamine oder kurzkettige Fettsäuren zu erzeugen, die wir nicht selbst herstellen können, aber dringend benötigen. Sie schützen uns auch vor gefährlicheren Varianten ihrer Artgenossen. Sie alle wurden irgendwann einmal von unserem Organismus gezähmt. Auch Viren sind nützlich und viele davon haben uns bei unserer Evolution geholfen. Darmbakterien helfen anscheinend sogar gegen Corona: Menschen mit einem gesunden, vielfältigen Mikrobiom (das sind die, die sich davor gesund ernährt haben, zB mit österreichischen Bio- Äpfeln 1) haben deutlich weniger Nebenwirkungen als solche mit einer verarmten Bakterienwelt 2).

Immunität braucht Zeit (und Virusbruchstücke)

Damit unser Immunsystem gefährliche Viren erkennen und stilllegen kann, benötigt es eine Kontaktzeit. In dieser Zeit lernt es die Viren kennen und erzeugt Stoffe (zB Antikörper) die die fremden Eiweiße zusammenballen und ausscheiden, sobald sie zB in der Atemluft auftauchen. Mit der Impfung wird dies plötzlich durchgeführt, in einem “Shot“. Wäre es vielleicht besser, den Kontakt langsam zu machen, sodass das Immunsystem Zeit hat, sich an die fremden Stoffe anzupassen?
Dazu benötigen wir Viren oder Virusteile, die nicht infektiös sind, bzw. in ihrer Aktivität so stark gehemmt, dass sie keine Gefahr für uns darstellen. In der Natur haben Pflanzen für diesen Zweck zum Beispiel ätherische Öle entwickelt, die stark antivirale Aktivität besitzen und die Viren deaktivieren. Trotzdem bleiben die Eiweisse erhalten, an denen unser Organismus den Virus erkennt, und Antikörper sowie Merkzellen können gebildet werden. Ätherisches Thymianöl hat beispielsweise diese antivirale Aktivität. Geben wir noch ein paar andere antivirale ätherische Öle dazu und vielleicht ein paar, die unseren Atmungstrakt anregen, virale Partikel auszuscheiden, so können wir den Organismus unterstützen, bei der Entsorgung von gefährlichen Viren und beim langsamen Lernen der Immunantwort. In der Medizin wird ein solches langsames Lernen, das unbemerkt und weitgehend ohne Nebenwirkungen passiert, als „stille Feiung“ bezeichnet.

Viren im Alltagsleben

Wenn in einem Haushalt oder im öffentlichen Raum eine infizierte Person lebt, so sind in der Raumluft auch Viren vorhanden. Das ist schlecht, weil auch andere Personen sich anstecken können. So paradox es klingt, es ist aber auch gut, da das Immunsystem die Viren auf diese Weise kennenlernt. Allerdings nur, wenn diese nicht infektions- und vermehrungsfähig sind, wenn sie zum Beispiel durch ätherische Öle gehemmt sind 3 oder ihre Membran platzt 4.
Werden Viren hingegen komplett eliminiert, zB durch chemische Desinfektion, hochwirksame Masken und Luftfilter etc., so können die Immunsysteme der Menschen nicht von dieser neue Bedrohung lernen und bleiben anfällig und abhängig von Impfungen, die derzeit nur das Spike-Protein, präsentieren, anstatt das Immunsystem mit den vielen anderen Virusproteinen zu konfrontieren. Die große Parzifal EU Studie und spätere Arbeiten haben zB gezeigt, dass Kinder, die mit vielen verschiedenen Tieren und damit Mikroorganismen aufwachsen, anschliessend viel weniger Asthma und Allergien zeigen 5,6.

Das Immunsystem lernen lassen

Die Wissenschaft hat heute leider noch nicht sehr viel Erfahrung mit diesem Umgang mit Viren- Zähmung, aber als Ergänzungen zu den sonstigen Maßnahmen, die auch keinen Schaden anrichten können, könnten einige Maßnahmen getroffen werden, die dieses Prinzip der stillen und natürlichen Impfung nutzen:
Diffuser mit Wasser und natürlichen ätherischen Ölen, die bekannt virushemmend sind, zur Reduktion der infektiösen Viruslast in öffentlichen Räumen und Haushalten mit Infektionsrisiko. Durch das Wasser wird die Luft befeuchtet und besser atembar, durch die ätherischen Öle die Viren deaktiviert und die reinigende Aktivität der Flimmerhärchen in den Atemwegen gesteigert. Damit geben wir unserem Organismus mehr Chance, die Viren zu zähmen.

Folgende ätherische Öle kommen infrage:

Thymianöl: hat laut Studien sehr hohe antivirale Aktivität, auch gegen SARS-Viren 7-9
Eukalyptusöl: hat laut Studien gute Wirkung in den Atemwegen 10
Fichtennadel- Tannennadel, Lärchen oder Zirbenöl: Die ätherischen Öle und Inhaltsstoffe der einheimischen Nadelhölzer haben eine sehr hohe antivirale Aktivität. 11,12
Teebaumöl: ein aus einer anderen Weltgegend stammendes antivirales Öl als Ergänzung 13

Regelmäßiges Gurgeln, um das Abwehrpotential des Waldeyer-Rachenringes (Rachenmandeln) zu nutzen und die Lunge virenarm zu halten. Wichtig: Aber nicht mit klassischen Desinfektionsmitteln, die die gesunde Rachenflora gleich mitbeseitigen und einen Teil des Schutzes damit eliminieren. Erprobtes Mittel zB: Goldkehlchen von Sonnenmoor (Disclosure: der Autor dieser Zeilen hat keinerlei Verbindung zu dieser Firma!)

Entzündungshemmende Ernährung, um eine überschießende Entzündungsreaktion des Organismus zu verhindern14: Omega 3 Fettsäuren wie zB im heimischen Leinöl oder in Meeres-Fischölen enthalten, werden im Körper zu entzündungshemmenden Prostaglandinen verstoffwechselt. Das ist sehr wichtig, um Überreaktionen des Immunsystems zu vermeiden, die für einen Großteil der gefährlichen Folgen von COVID 19 verantwortlich sind. Man stirbt nämlich an der Überreaktion des eigenen Immunsystems – dem Zytokinsturm – und nicht am Virus selbst 15.

Ausreichend Bewegung, z.B. Wanderungen und Spaziergänge im Wald: um die Aktivität des Vagus hochzuhalten. Der Vagusnerv schützt vor Überreaktionen des Immunsystems 16-19. Aufenthalt in Wäldern erhöht nachweislich die Vagusaktivität 20.

Natürliche Vielstoff- statt chemischer Einstoffchemie

Um eine baldige Resistenz der Viren gegen die verwendeten Deaktivierungsmittel zu vermeiden, ist es sinnvoll, Substanzgemische (natürliche ätherische Öle) zu verwenden, die umfassender und dauerhafter wirken als chemische Einzelstoffe, gegen die sehr rasch Resistenz ausgebildet werden kann21,22. Dies weiß man spätestens seit der Unwirksamkeit von Artemisinin seit 2015, das als Einzelsubstanz zunächst hervorragende Wirkung gegen Malaria zeigte. Heute wirkt ein Gesamtextrakt aus Artemisia annua 23 mehrmals besser, aus dem einjährigen Beifuß, der Pflanze aus der Artemisinin isoliert wurde, und die 2015 den Nobelpreis für diese hervorragende Wirkung erhielt. Bei Teebaumöl hat man eine 10 mal erhöhte Selektivität des natürlichen Ölgemischs gegenüber Einzelkomponenten gefunden, bei geringerer Gesamttoxizität 13.

An die Wissenschaft

An die Wissenschaft geht meine Bitte, diese Dinge nicht abzutun („Das kann gar nicht funktionieren, weil…) sondern evidenzbasiert zu untersuchen. Leider ist ja die Studienlage der evidenzbasierten Medizin durch viel mehr Geld zugunsten der Pharmaindustrie derzeit völlig verzerrt. In der jetzigen Krisensituation appelliere ich, auf den Stolz auf das eigene Fach zu verzichten und das Gemeinwohl in den Vordergrund zu stellen!

Das wären einige Forschungsfragen:

1. verringert die Aufstellung von Diffusern mit den genannten ätherischen Ölen die aktive infektiöse Viruslast in Innenräumen?
2. erhöht sich die Flimmerfrequenz im Nasenrachenraum durch die beigegebenen ätherischen Öle bzw. das verdunstete Wasser, was günstig für den Abtransport der Viren wäre?
3. ist der Schutz des „Waldeyer Rachenringes“ (im Volksmund „Mandeln“ genannt) zum Beispiel durch Gurgeln koagulierender Substanzen aus der Phytomedizin (Ratanhia, Blutwurz) eine sinnvolle Maßnahme, um das Vordringen von Viren in die Atemwege zu verlangsamen, sodass der Organismus Zeit hat, mit Abwehr reagieren kann, bevor die Lunge erreicht wird.
4. gibt es weitere ungefährliche Stoffe und Maßnahmen, die man mit dem Anliegen die Viren zu zähmen, einsetzen könnte?
5. könnte Zucker schlecht für den Verlauf der Covid 19 Erkrankung sein, wie es eine Studie schließen lässt, weil Zucker die „guten“ Bakterien schwinden und die „schlechte“ Begleitflora anregt?
6. Welche Rolle spielt Entspannung für den Covid Verlauf, da die Anregung des Vagus wichtig erscheint, um Autoimmunreaktionen zu beruhigen24.
7. Gibt es phytotherapeutische Präventionsmittel wie Artemisia annua25, die in Afrika zu den dortigen erstaunlich niedrigen Todeszahlen (weniger als 10% von Europa) bei Impfquoten von 0,7 % (Kamerun) geführt haben? (siehe arte Doku zu diesem Thema)

Ich lade die Wissenschaft und auch die Erfahrungsmedizin ein, kreativ zu werden, um weitere begleitende (adjuvante) Maßnahmen zu entwickeln, die nicht schädlich aber eventuell nützlich sein könnten.

Mit einer Vielzahl von Maßnahmen kann oft erreicht werden, was eine Maßnahme allein verfehlt.

Wie sagte Hermann Hesse: „Wer nicht will, findet Gründe, wer will, findet Wege !“

Maximilian Moser, Prof. für Physiologie, Med Uni Graz,
max.moser@medunigraz.at

Literatur zum #viruszähmen

1. Wassermann B, Muller H, Berg G. An Apple a Day: Which Bacteria Do We Eat With Organic and Conventional Apples? Front Microbiol. 2019;10:1629. doi:10.3389/fmicb.2019.01629
2. Yeoh YK, Zuo T, Lui GC, et al. Gut microbiota composition reflects disease severity and dysfunctional immune responses in patients with COVID-19. Gut. Apr 2021;70(4):698-706. doi:10.1136/gutjnl-2020-323020
3. Sanchez G, Aznar R. Evaluation of Natural Compounds of Plant Origin for Inactivation of Enteric Viruses. Food Environ Virol. Jan 31 2015;doi:10.1007/s12560-015-9181-9
4. Asif M, Saleem M, Saadullah M, Yaseen HS, Al Zarzour R. COVID-19 and therapy with essential oils having antiviral, anti-inflammatory, and immunomodulatory properties. Inflammopharmacology. Oct 2020;28(5):1153-1161. doi:10.1007/s10787-020-00744-0
5. Kirjavainen PV, Karvonen AM, Adams RI, et al. Farm-like indoor microbiota in non-farm homes protects children from asthma development. Nat Med. Jul 2019;25(7):1089-1095. doi:10.1038/s41591-019-0469-4
6. Depner M, Ege MJ, Cox MJ, et al. Bacterial microbiota of the upper respiratory tract and childhood asthma. J Allergy Clin Immunol. Mar 2017;139(3):826-834 e13. doi:10.1016/j.jaci.2016.05.050
7. Catella C, Camero M, Lucente MS, et al. Virucidal and antiviral effects of Thymus vulgaris essential oil on feline coronavirus. Res Vet Sci. Jul 2021;137:44-47. doi:10.1016/j.rvsc.2021.04.024
8. Silva J, Figueiredo PLB, Byler KG, Setzer WN. Essential Oils as Antiviral Agents. Potential of Essential Oils to Treat SARS-CoV-2 Infection: An In-Silico Investigation. Int J Mol Sci. May 12 2020;21(10)doi:10.3390/ijms21103426
9. Wilkin PJ, Al-Yozbaki M, George A, Gupta GK, Wilson CM. The Undiscovered Potential of Essential Oils for Treating SARS-CoV-2 (COVID-19). Curr Pharm Des. 2020;26(41):5261-5277. doi:10.2174/1381612826666201015154611
10. Valussi M, Antonelli M, Donelli D, Firenzuoli F. Appropriate use of essential oils and their components in the management of upper respiratory tract symptoms in patients with COVID-19. J Herb Med. Aug 2021;28:100451. doi:10.1016/j.hermed.2021.100451
11. Apetrei CL, Tuchilus C, Aprotosoaie AC, Oprea A, Malterud KE, Miron A. Chemical, antioxidant and antimicrobial investigations of Pinus cembra L. bark and needles. Molecules. Sep 13 2011;16(9):7773-88. doi:10.3390/molecules16097773
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13. Astani A, Reichling J, Schnitzler P. Comparative study on the antiviral activity of selected monoterpenes derived from essential oils. Phytother Res. May 2010;24(5):673-9. doi:10.1002/ptr.2955 14. Zapata BR, Muller JM, Vasquez JE, et al. Omega-3 Index and Clinical Outcomes of Severe COVID-19: Preliminary Results of a Cross-Sectional Study. Int J Environ Res Public Health. Jul 21 2021;18(15)doi:10.3390/ijerph18157722
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15. Tang Y, Liu J, Zhang D, Xu Z, Ji J, Wen C. Cytokine Storm in COVID-19: The Current Evidence and Treatment Strategies. Front Immunol. 2020;11:1708. doi:10.3389/fimmu.2020.01708
16. Olofsson PS, Rosas-Ballina M, Levine YA, Tracey KJ. Rethinking inflammation: neural circuits in the regulation of immunity. Immunol Rev. Jul 2012;248(1):188-204. doi:10.1111/j.1600- 065×.2012.01138.x
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19. Tracey KJ. The inflammatory reflex. Nature. Dec 19-26 2002;420(6917):853-9. doi:10.1038/nature01321
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23. Munyangi J, Cornet-Vernet L, Idumbo M, et al. Artemisia annua and Artemisia afra tea infusions vs. artesunate-amodiaquine (ASAQ) in treating Plasmodium falciparum malaria in a large scale, double blind, randomized clinical trial. Phytomedicine. Apr 2019;57:49-56. doi:10.1016/j.phymed.2018.12.002 24. Azabou E, Bao G, Bounab R, Heming N, Annane D. Vagus Nerve Stimulation: A Potential Adjunct Therapy for COVID-19. Front Med (Lausanne). 2021;8:625836. doi:10.3389/fmed.2021.625836
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